Personen-Arbeitsbühnen

Glücklicherweise gehören Bilder mit gewagten Konstruktionen, instabilen Tritten oder wackeligen Leitern der Vergangenheit an. Während in vergangenen Zeiten derlei furchteinflößende Praktiken bei der Arbeit in der Höhe noch normal erschien, gibt es in der modernen Arbeitswelt die Möglichkeit, mit dem Einsatz von Arbeitsbühnen Sicherheit und Effizienz zu schaffen. Die Einsatzmöglichkeiten von Personen-Arbeitsbühnen sind vielfältig. Sie kommen sowohl für die Arbeit im Innen- als auch im Außenbereich in Betracht. Als Arbeitsplattform, die einen Ein- und Ausstieg hat, transportiert sie Mensch, Last und Werkzeug sicher in die Höhe. Neben der Unterscheidung von Innen- und Außenarbeiten kann man vier weitere Gruppen von Personen-Arbeitsbühnen bilden. Es handelt sich dabei um die Scheren-Arbeitsbühne, die Gelenkteleskop-Arbeitsbühne und die Senkrecht-Arbeitsbühne. Je nachdem, wo sie eingesetzt werden sollen, zeigen sie ihre Stärken. Glasfasermontagen werden beispielsweise meist mit mastgeführten Kletterbühnen durchgeführt. Sind Aufträge in großen Hallen mit hohen Decken zu erledigen, kommt häufig die Scherenbühne zum Einsatz. Und für Arbeiten an Straßenlaternen, hohen Bäumen oder auch Hochspannungsleitungen ist der Gebrauch der Gelenkarm-Arbeitsbühne sinnvoll.

Für die richtige Wahl der Personen-Arbeitsbühne ist die Frage, ob außen oder innen gearbeitet wird, von zentraler Bedeutung. Finden die Einsätze in geschlossenen Räumen oder Hallen statt, wird oft auf Bühnen mit Elektro- oder Akkuantrieb zurückgegriffen. Sie sind in der Regel sehr leise, verursachen keine Abgase und kommen auch dort zurecht, wo es eng wird. Noch immer hört und liest man, Akkus hätten den Nachteil, dass sie häufig aufgeladen werden müssten. Diesen Einwand kann man heutzutage getrost vernachlässigen, moderne Akkus sind sehr leistungsfähig und haben lange Laufzeiten. Personen-Arbeitsbühnen für den Innenbereich verfügen über einen niedrigen Schwerpunkt. Dadurch haben sie eine niedrige Bodenfreiheit. Zusätzliche Abstützungen sind normalerweise aber dennoch nicht nötig, weil sie aufgrund ihres großen Eigengewichtes trotzdem über einen stabilen Stand verfügen. Wegen ihrer kompakten Außenmaße können sie auch dort gut eingesetzt werden, wo Platz nur unzureichend vorhanden ist. Optimale Bedingungen sind ein glatter und möglichst ebener Boden, der ein Gefälle von 3° nicht überschreiten sollte.

Für die Arbeit im Außenbereich findet man zuweilen zwar auch Personen-Arbeitsbühnen, die elektrisch angetrieben werden, das ist jedoch eher selten der Fall. Aufträge im Freien erfordern häufig größere Kraftanstrengungen. Zudem ist das Gelände immer wieder unwegsam und schwer zu befahren. Nicht selten müssen Hindernisse umfahren und schwere Lasten transportiert werden. Hier kommen daher meistens Bühnen mit Dieselantrieb zum Einsatz. Aber nicht nur die Antriebsart unterscheidet die Personen-Arbeitsbühne für außen von den Modellen für innen. Außen-Arbeitsbühnen sind größer und breiter gebaut. Außerdem sind sie deutlich schwerer. Um die Arbeit auf schwierigem Gelände zu erleichtern, besitzen sie einen höheren Schwerpunkt. Zum Erreichen der Hubfunktionen dienen unterschiedliche Techniken. So kommen Hydraulik, Seilmechanik oder Zahnrad- und Schneckenantrieb in Betracht. Die Ausstattungsmerkmale von Personen-Arbeitsbühnen sind so flexibel wie ihre Einsatzmöglichkeiten. Diese beginnen bei der Aufnahme von Lasten bis zu 200 kg und möglichen Arbeitshöhen von 10 bis 20 Metern. Für die Arbeit an Richtfunkmasten, Windkraftanlagen oder hohen Industriekaminen wäre das selbstverständlich nicht ausreichend. Auf diesen Gebieten kommen Bühnen zum Einsatz, die in Höhen bis zu 100 Metern arbeiten können und seitliche Reichweiten von bis zu 40 Metern erreichen. Bei Bedarf lassen sich Personen-Arbeitsbühnen auf LKW-Gestellen, Schienen- oder Raupenfahrzeugen montieren.