Teleskop-Arbeitsbühnen

Der Transport von schweren Lasten in großen Höhen ist eine anspruchsvolle Herausforderung, die Mensch und Maschine einiges abverlangt. Der Einsatz der Teleskop-Arbeitsbühne ist daher oft unverzichtbar. Sowohl außen als auch innen leistet sie Beachtliches. Man unterscheidet zwischen zwei verschiedenen Varianten. Für den Innenbereich kommt meist das batterieangetriebene Modell infrage. Es zeigt seine Stärken auf ebenem und glattem Boden und kann auch außen eingesetzt werden, wenn die Voraussetzungen gegeben sind. Die Elektro-Teleskop-Arbeitsbühne wird mit Zweirad-Motoren angetrieben. Für starke Steigungen eignet sie sich nicht, dafür ist sie optimal, wenn die Platzverhältnisse beengt sind. Ihre Bauweise ist schlank, so dass sie auch dann, wenn kaum Platz zur Verfügung steht, ihre Arbeit verrichten kann.

Durch die geringe Bodenfreiheit verfügt sie über einen sehr niedrigen Schwerpunkt. Besonders in Hallen und anderen Innenbereichen kommt der Batterie angetriebenen Teleskop-Arbeitsbühne zugute, dass sie emissionsfrei und somit umweltfreundlich arbeitet. In der Regel ist die Teleskop-Arbeitsbühne mit einem schwenkbaren Korbarm ausgerüstet. Das ermöglicht in der Höhe ein Ausweichen von Hindernissen. Als zusätzliches Ausstattungsmerkmal verfügen einige Modelle über einen drehbaren Arbeitskorb. Das schafft weitere Bewegungsfreiheit. Damit bei der Arbeit keine Zeit verloren wird, können alle Funktionen vom Arbeitskorb aus gesteuert werden. Die Reifen sind markierungsarm, so dass keine störenden Reifenspuren zurückbleiben. Bei so viel Flexibilität wundert es nicht, dass die Einsatzgebiete der Teleskop-Arbeitsbühne häufig im Service-Bereich vorzufinden sind. Gern wird sie zum Wechseln von Leuchtmitteln oder für Elektroinstallationen eingesetzt. Für Wartungs- und Reparaturarbeiten oder bei Instandsetzungen wird sie ebenfalls gern genutzt.

Wenn das Gelände unwegsamer ist, was beispielsweise auf Baustellen der Fall ist, kommt meist die Diesel betriebene Teleskop-Arbeitsbühne zu ihrem Einsatz. Sie verfügt über groß dimensionierte Reifen, die mit einem grobstolligen Profil versehen sind. Durch Allradantrieb stellen selbst schwierigste Untergründe für die Teleskop-Arbeitsbühne kein ernstzunehmendes Hindernis dar. Darüber hinaus ist sie mit einer Differentialsperre ausgestattet, einige Modelle verfügen auch über Allradlenkung. Und für die Sicherheit gibt es die Sicherheitsabschaltung. Sie wird dann aktiv, wenn die Arbeit auf einem Gefälle oder einer Schräglage die 5° überschreitet. Die Funktion des Hebens wird dann abgeschaltet. Im Vergleich zu den batteriebetriebenen Modellen sind Diesel-Teleskop-Arbeitsbühnen massiver und größer. Ihr Fahrwerk ist deutlich breiter und bietet daher auf problematischem Untergrund festen und guten Halt. Hinzu kommen eine enorme seitliche Reichweite und Arbeitshöhen von bis zu 43 Metern. Durch die Pendelachse und den Allradantrieb entsteht eine ideale Traktion, selbst auf Gelände mit 50% Steigungen. Die große Bewegungsfreiheit wird durch den drehbaren Arbeitskorb ermöglicht. Und auch der Zeitfaktor findet seine Berücksichtigung. Bei Arbeiten in Höhe bis 10 Meter sind Versetzfahrten möglich, ohne dass der Arbeitskorb abgesenkt werden müsste. Durch die robuste Bauweise ist eine zusätzliche Abstützung überflüssig, was die Arbeit nochmals erleichtert. Der Korb ist in der Lage, bis zu 365 kg zu heben, der schwenkbare Korbarm kann zum Überwinden von Hindernissen genutzt werden. Die großen Reifen sind aus Vollgummi oder auch aufgeschäumten Reifen. Das reduziert die Unfallgefahr deutlich. Die Eigenschaften der Teleskop-Arbeitsbühne bieten sich an für den Einsatz an Industriemontagen. Auch im Hallen- oder Tunnelbau findet man sie oft vor. Und bei Reparatur- oder Abbrucharbeiten kommen sie ebenso zum Einsatz wie beim Austausch von Leuchtmitteln.